Tod im Tunnel

Tod im Tunnel

Ganz allein stand ich da in dem nur spärlich erleuchteten Saarbrücker Lützelbachtunnel und überlegte, wie ich ihn am besten fotografieren könnte. So wahnsinnig heimelig ist es ja nicht da drin. Eher bedrohlich. Hätte besser jemanden mitnehmen sollen. Aber ich war allein. Allein und hilflos, bewaffnet nur mit einer Kamera. Da hörte ich Schritte. Hinter mir. Vorsichtig schaute ich mich um. Zwei junge Kerle näherten sich. Mein Puls stieg. Schlagartig schossen mir Fragen in den Kopf. Reicht ihnen mein Geld oder wollen sie auch mein Leben? Wie werden sie mich töten – kurz und schmerzlos oder werde ich erst auf der Intensivstation den Löffel abgeben? Wer ruft überhaupt den Rettungswagen? Werde ich morgen als Leiche in der Saarbrücker Zeitung auftauchen? Hoffentlich zeigen sie mich vorteilhaft – ohne Wampe! Werden die Täter gefasst werden? Werde ich im Himmel auf andere Saarländer treffen? Und gibt es dort Internet? Ich würde ja schon gerne weiterhin „Du bist aus Saarbrücken, wenn …“ verfolgen! Mittlerweile waren die Kerle näher gekommen und hatten mich schließlich erreicht. Ich ergab mich meinem Schicksal.

„Tach!“ sagten sie und zogen an mir vorbei. Uff! Das Leben geht weiter. Ich zog blitzschnell meine „Waffe“ und schoss ein Foto von ihnen. Und ihr werdet mir diese Geschichte hoffentlich nicht glauben! Tatsächlich hätte ich die Kerle im Fall des Falles nämlich mit dem kleinen Finger weggeschnipst! Ich glaube, sie haben das gespürt und schnell die Fliege gemacht. Tja, da habt ihr nochmal Glück gehabt, Jungs! Beim nächsten Mal bin ich nicht so nett zu euch! 😉

EA

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