Sport und Musik

Manchmal bin ich so naiv zu glauben, Musik könne die Welt retten. Leider ist das wirklich naiv. Ich habe oft darüber nachgedacht, wie unterschiedlich einerseits durch Musik und andererseits durch Sport Menschen „erzogen“ werden. Ohne auch nur im Geringsten etwas gegen Sport zu haben – es fällt auf, dass es in ihm meistens um ein Gegeneinander geht. Im Mannschaftssport gilt das Miteinander nur für die eigene Mannschaft. Das Ziel besteht aber immer darin, im „Kampf“ einen „Gegner“ zu besiegen – wie auch in diversen Einzelsportarten. „Kampf“, „Gegner“, „Sieg“, „sich bekriegen“, „Helden“ – diese militärischen Begriffe fehlen in der Musik. Glücklicherweise ist es im Sport aber ein friedliches und spielerisches Gegeneinander, im besten Fall ein Spiel unter Freunden, das nur von fanatischen Fans untereinander zu einem kämpferischen und hasserfüllten Akt gemacht wird. Trotzdem funktioniert Sport überwiegend im Spiel GEGEN andere.

In der Musik gibt es zwar auch ein Gegeneinander (wenn man z.B. in einem Wettbewerb, beim Vorsingen oder -spielen besser sein muss als andere, damit man ein erhofftes Engagement bekommt oder einen Preis gewinnt) – ansonsten ist Musikmachen aber immer ein MITEINANDER. Menschen können – auch wenn sie die Sprache des anderen nicht verstehen – ganz unabhängig von der jeweiligen Nationalität über die Notensprache im doppelten Sinne des Wortes harmonisch miteinander kommunizieren und gemeinsam ein Werk schaffen, das nicht zerstörbar ist (die „Philharmonie der Nationen“ ist dafür ein bekanntes Beispiel).

Sport ist eine notwendige und auch gute Sache, für die man gar nicht werben muss, weil der Drang danach fast jedem Menschen innewohnt. Werbung fürs Musizieren ist da schon eher notwendig. Ich bin sicher: Würde in der Welt mehr miteinander Musik gemacht – wir hätten ein friedlicheres Leben! Also, Eltern, gebt euren Kindern Musikinstrumente in die Hand und schickt sie zum Musizieren in die Welt hinaus! Aber gerade erinnere ich mich daran, vor einiger Zeit über die IS-Leute gelesen zu haben, bei ihnen sei Musik als Werk des Teufels verboten … und erkenne, dass ich enden muss, wie ich begonnen habe – mit der Einsicht ein naiver Träumer zu sein!

EA

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