Nussknacker

Eine wahre Geschichte, die sich vor vielen Jahren abspielte, als die TV-Programme noch von Fernsehansagerinnen angesagt wurden und die viel später einmal in einer Fernsehsendung erzählt wurde:

Am Weihnachtsabend sollte die Chefansagerin des Bayerischen Rundfunks eine Übertragung des Balletts „Der Nussknacker“ von Peter Tschaikowski (auch „Tschaikowsky“ geschrieben) ansagen. Sie war eine Frau, die u.a. deswegen so geschätzt war, weil es bei ihr nie einen Versprecher gab. Ihre Kolleginnen und Kollegen in der Rundfunkanstalt hatten es sich gerade deshalb zum Ziel gesetzt, just am Weihnachtsabend – vor großem Fernsehpublikum – dafür zu sorgen, dass ihr ein Versprecher unterlief. Sie verabredeten, ihre Kollegin stundenlang mit einem Wort zu bombardieren, damit sie genau dieses Wort am Abend vor laufender Kamera sagen sollte, nämlich „NUSSKACKER“. Jeder, der ihr begegnete, sagte: „Heute Abend sagst du NUSSKACKER!“ Tausendmal hörte sie NUSSKACKER, NUSSKACKER, NUSSKACKER … und war dann abends doch gehörig nervös und voll konzentriert darauf, nur ja nicht das N zu vergessen. Dann war es soweit. Die Tagesschau war zuende und man schaltete nach München zum Bayerischen Rundfunk. Unsere Ansagerin begann mit Herzklopfen wie noch nie: „Meine Damen und Herren, ich heiße Sie willkommen zum Weihnachtsabend-Programm des Bayerischen Rundfunks. Wir übertragen aus der Bayerischen Staatsoper München das Ballett …“ (ihre Anspannung stieg ins Unermessliche) „… DER NUSS…KNACKER …“ (erleichtert ausatmend) „… von Peter Scheißkowski.“

EA

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