Mitglieder

Gerade habe ich im Fernsehen wieder eine Flut von Begriffen mit jeweils weiblicher und männlicher Form von Nachrichtensprecherinnen und Nachrichtensprechern, Moderatorinnen und Moderatoren, Berichterstatterinnen und Berichterstattern über mich ergehen lassen müssen (für mich eine sprachliche Vergewaltigung), aber dann wurde ich stutzig bei einem Wort, bei dem nur die männliche Form genannt wurde: Mitglieder. Wow, dieses Wort haben wir Männer immerhin noch ganz für uns alleine. Das Wort „Mitgliederinnen“ existiert gar nicht. Nun ja, „MitGlied“ und weiblich – das passt ja auch nicht zusammen! 😉 Ich habe übrigens zu keinem Zeitpunkt meines Lebens bei Begriffen wie „Politiker“, Lehrer“, „Arbeiter“ usw. das Empfinden gehabt, dass da nur Männer gemeint sind. Wenn Frauen sich in diesen Begriffen nicht wiedergefunden haben und dies ein so krasses Problem für sie war, dass sie eine sprachliche Revolution in Gang brachten, die die deutsche Sprache lächerlich macht, dann ist das für mich absurd. So absurd ist meiner Meinung nach auch der bisweilen zu hörende Vorschlag, den Spieß umzudrehen und nur die weiblichen Formen zu nennen, in denen sich dann die Männer wiederfinden müssten. Dann hängen wir doch besser einen Buchstaben an, der beide Geschlechter symbolisiert. Ich hoffe, liebe Leseri, werte Sprachwissenschaftleri, Politikeri und Entscheideri, dass dann alles gut wird! 😉

EA

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