Mannomann!

Gott gab Adam eine Frau zur Seite (keinen Mann)“ – diesen Satz lese ich gerade in einem in der Saarbrücker Zeitung veröffentlichten Leserbrief, gefolgt von einem Hinweis auf das Buch Mose, in dem Homosexualität als Abscheulichkeit verurteilt wird, gipfelnd in der Frage der Schreiberin, ob der Mensch das Recht habe, die Gesetze Gottes zu beugen.

Wir leben im 21. Jahrhundert. Wir haben in der Schule gelernt, dass es eine Evolution gab und gibt, dass die ersten Lebewesen Einzeller im Meer waren, dass der Mensch vom Affen abstammt. Wir haben erfahren, dass es Homosexualität schon immer gab und wir wissen, dass es sie immer geben wird. DASS es sie gibt, gehört zur Natur, ist daher weder widernatürlich noch abscheulich. Sie beeinträchtigt das Leben anderer in keinster Weise, ist für den Wert eines Menschen völlig unerheblich und sorgt dafür, dass die Natur im Gleichgewicht bleibt, weil sie durch die Unmöglichkeit der Fortpflanzung die in vielen Fällen zahlenmäßig überstarke Vermehrung ausgleicht. Ob ein Mensch homosexuell ist oder nicht ist mir so wichtig wie die Frage, ob er eine blaue oder schwarze Jeans trägt. Nun ja, über die mittelalterlichen Ansichten solch „guter Christen“, die noch alles glauben, was in der Bibel steht (nur immer wieder das Gebot der Nächstenliebe vergessen), muss man sich nicht wundern, wenn man bedenkt, wie die katholische Kirche ihre Schäfchen von Kindheit an erzogen und verblendet hat und bis in die heutige Zeit Homosexualität verurteilt – ohne zur Kenntnis zu nehmen, dass sie selbst durch den Zölibat ein für schwule Priester willkommenes Versteck bietet und diese daher auch recht zahlreich neben ihren Kollegen aus der Hetero-Fraktion das „moderne“ Leben versteckt leben, gleichzeitig aber das rückständige predigen müssen.

EA

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