Extrachor

In den letzten Tagen hab ich Spaß an Fotocollagen. Heute bastelte ich eine aus uralten „Selfies“ (richtiger: eine automatisch erzeugte Collage unterzog ich einer intensiven Bearbeitung). In jungen Jahren verdiente ich mir während des Studiums ein bisschen Geld durch die Mitgliedschaft im sog. Extrachor des Saarbrücker Theaters. Um das Salär (27 DM pro Vorstellung) ging es allerdings nicht, sondern um die Freude an Vorstellungen beteiligt zu sein. Ich erinnere mich noch gut an diese Zeit. Es war für mich interessant zu beobachten, wie die am Theater engagierten Solisten mit uns Extrachorsängern, die wir ja als Laien weit unten auf der Skala der Bedeutsamkeit rangierten, umgingen. Von Sängern, die die ganz kleinen Partien sangen, gab es noch nicht mal ein Hallo, geschweige denn einen ganzen Satz oder einen Blick – wir wurden gar nicht beachtet. Ganz anders die Sängerinnen und Sänger der großen Rollen – diejenigen also, die im Ranking oben standen. Sie hatten es nicht nötig, durch Arroganz ihr Selbstwertgefühl zu steigern. Auch im späteren Leben stellte ich das immer wieder fest: Bedeutsame und intelligente Menschen sind selten arrogant, denn sie wissen: Freundlichkeit ist kein Zeichen von Schwäche. Dies erfahre ich zu meiner Freude auch in der Gegenwart.

EA

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