Bandsalat

Nein, es lag nicht nur Salat auf dem Band an der Supermarktkasse, sondern vermutlich der Einkauf für eine ganze Woche. Ich selbst hatte 3 Artikel in den Händen. Die Dame vor mir verhielt sich so, wie ich es schon des öfteren bei anderen beobachtet hatte: Man erkennt, dass der Kunde hinter einem nur wenige Artikel hat, tut aber so, als hätte man ihn nicht gesehen und wendet den Kopf nicht mehr nach hinten. Man weiß natürlich, dass es anständig wäre, den Hintermann vorzulassen – aber man beruhigt das eigene Gewissen, indem man sich selbst belügt und so tut, als habe man den Mann mit den wenigen Artikeln gar nicht gesehen. Ich hab mir mal den Spaß gemacht und mitgezählt: eins, zwei, drei … zweiundzwanzig, dreiundzwanzig, vierundzwanzig … fünfzig, einundfünfzig, zweiundfünfzig! Fertig. Ein Artikel nach dem anderen wird nun wieder in den Einkaufswagen gelegt, dann der Geldbeutel hervorgeholt und natürlich mit EC-Karte bezahlt, was die Wartezeit für mich noch etwas verlängerte. Ich war dann in einer halben Minute abgefertigt und machte mich auf den Weg zum Auto. Besagte Dame war gerade an ihrer Mercedes-S-Klasse angekommen … und ich dachte mir: Tja, es gibt eben Leute, die so besonders zu sein glauben wie das Auto, das sie fahren – Sonderklasse eben! Aber ich hatte Verständnis für ihr Verhalten. Schließlich wären ihr 30 Sekunden ihres Lebens verloren gegangen, wenn sie mich vorgelassen hätte. Das wäre nicht verantwortbar gewesen bei einer menschlichen S-Klasse.

EA

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