Applaus, Applaus

Gestern hatte ich im Nationaltheater Mannheim ein Erlebnis der besonderen Art. Neben mir (letzte Reihe im Rang) saß ein Mann, der im Gegensatz zum Rest des Publikums nie applaudierte. Bei italienischen Opern ist es üblich, dass auch zwischendrin applaudiert wird – und so geschah es auch gestern. Nach dem 2. Akt herrschte dann – abgesehen von dem Mann neben mir – allgemeiner Jubel, bevor die Pause begann. Alle klatschten begeistert, bis auf einen. Es war wohl so, dass ich ihn etwas missbilligend anschaute. Es kann auch sein, dass ich ihn fragte, ob er seinen Händen die ewige Ruhe verordnet habe. Ich glaube aber, diese Frage habe ich nur gedacht – ich erinnere mich nicht mehr genau. Jedenfalls wollte mein Nachbar mir schaden – vielleicht tat dies seinem möglicherweise geschundenen Ego gut. Gegen Ende der Pause – der Saal war schon besetzt – kam eine Angestellte des Theaters auf mich zu und sagte, es sei gemeldet worden, dass ich während der Aufführung fotografiert habe. Nach anfänglichem Entsetzten versicherte ich ihr, dass dem nicht so sei und dass ich das niemals tun würde – ich könne es ihr auch beweisen und ihr meine Handy- und Kamerafotos zeigen, sie würde dann feststellen, dass ich die Wahrheit sage. Sie legte darauf jedoch keinen Wert. Scheinbar glaubte sie mir. Ich sagte ihr, dass ich allerdings vorhabe, beim Schlussapplaus Fotos zu machen, was sie ausdrücklich erlaubte. Meinen „freundlichen“ Sitznachbarn konnte ich leider nicht zur Rede stellen und ihm etwas Nettes ins Ohr flüstern – das feige ********* war nämlich verschwunden.

EA

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